Ingrid ist Mitglied der Genealogischen

Gesellschaft Berlin Brandenburg:

http://www.bggroteradler.de/

 

Meine Homepage mit

Terminen für Lesungen usw.:

http://ingridbiermannvolke.jimdo.

com/

 

Neuerscheinung 2012:

Ingrid Biermann-Volke,

„Zweimal Rixdorf

und zurück“,

BGG-Verlag, Potsdam, 2012,

108 S., zahlreiche Abb.,

2 Vorfahrentafeln, Namensliste,

Broschur, Preis 8,00€ ,

ISBN 978-3-9814410-3-1

Bestellzeichen: ZR-1

Bestellung über:

redaktion@bggroteradler.de


"Die Autorin macht zusammen mit ihrer Urgroßmutter eine Zeitreise vom alten Rixdorf, über ein Obstzüchterdorf in der Mark Brandenburg, das alte und neue Potsdam bis in das heutige Neukölln! Zweimal Rixdorf und zurück! In den Vorfahrentafeln gibt es die Namen Volkwein, Kühl, Rinow, Stroisch, Kaegeler u.a.!"


 

Nach folgenden Namen

hat Ingrid bisher recherchiert:

Baritone, Bath, Bergemann,

Biermann, Borchmann,

Brause, Breé, Brehe,

da  Paratoin, Demetz,

Dilg, Ebel, Feldheim,

Frehland, Gänsemüller,

Giebert, Haschinsky,

Hausmann, Herzbach,

Hofmann, Johannmeier,

Kägeler, Kegeler,

Kampfel, Kampfl, Köllner,

Kühl, Kuhn, Kuhnt, Lambert,

Lärm, Löhr, Lucke,

Marzilger, Matthes, Matz,

Mellech, Michaelis, Nagy,

Nehlius, Neumann, Otto,

Pedratscher, Perathoner,

Pfefferkorn, Poerschke, 

Rimal, Rinow, Rippert,

Runge, Rungaldier, Rzeppa,

Sanoner, Schuband, Seidel,

Storch, Stroisch,

Tambor, Volke, Volkwein,

von Battaglia de Ponte Alto,

von Gasteiger zu Rabenstein

und Kobach,

von Isser, von Klebelsberg

zu Thumburg,

von Mörl zu Mühlen,

Sichlburg und Pfalzen,

von Muchar zu

Bied und Rangfeld,

 

Fortsetzung folgt!

In folgenden Orten:

Chicago, Kansas City,

St.Christina, Bruneck,

Bozen, Brixen,  Graz,

Berlin, Deutsch-Rixdorf,

Potsdam, Nowawes,

Ketzin, Knoblauch,

Brandenburg,

Schlagenthin,

Burg bei Magdeburg,

Rötha, Siebenlehn,

Großdeuben,

Simmern im Hunsrück,

Werneuchen, Oranienburg,

Alt Ruppin, Neuruppin,

Wejherowo,Danzig,

Hranice, Prag,

Olmütz/Olomoc

Strehlen/Strzelin,

Oppeln/Opole,

Gleiwitz/Gliwice...

Fortsetzung folgt!

You are searching for your ancestors from Germany.
You are looking for help because you are not able to search at this place or you are not able to get results.

I will search for you in parish registers, in town registers , in county registers or in state registers.

Genealogie einmal anders!

Wenn das die Ahnen ahnen würden...

Unter diesem Motto begann ich nach meinen Vorfahren zu suchen.

Da wusste ich noch nicht, was das für Ausmaße annimmt!

Dass es zur Sucht werden kann!

Aber wenn jede Sucht so bilden würde…

Eigentlich wollte ich nur einen Stammbaum für meine Enkeltochter machen.

Dass daraus etliche Jahre Recherchen werden, konnte ich nicht ahnen.

Schon bei ihrer Ururgroßmutter Charlotte kam ich nicht weiter.

Keine Daten, nichts…

Es gibt nur ein Bild auf dem Klavier meiner Schwiegermutter.

Uns mein Mann schien auch nicht sehr interessiert.

Ahnenforschung, wer macht denn so was?

Im Januar 2009 begann ich nach Charlotte zu forschen, von der ich nicht viel mehr wusste als den Namen und dass sie nach Chicago ausgewandert war.

Doch es gab über sie nichts als Gerüchte.

Doch auf Gerüchte gebe ich nichts und so begann ich, nach ihr zu forschen und die Geschichte über Charlotte aufzuschreiben.

Und alles, was ich dabei erlebt habe.

Über die Menschen, die meinen Weg kreuzten.

Menschen, die Charlottes Geschichte genauso spannend fanden wie ich und Menschen, die auch mit Charlotte verwandt sind, in den USA, in Österreich, in Rumänien, in Italien, in Tschechien und in Deutschland…

Anfang 2010 war ich damit fertig.

Das glaubte ich jedenfalls.

Und merkte, in dieser Geschichte stecken so viele neue Geschichten.

Aber zumindest hatte ich da mein erstes Büchlein fertig und schenkte es meinem Mann zum Geburtstag:

                         

„Charlotte in Chicago“

Auszüge aus meinem Buch, welches ich meinem Mann 2010 zum Geburtstag schenkte:

 

Sind wir nicht alle Ladiner?

 

Meine Reisen zu den Vorfahren 2010

 

1.Reise:

Spurensuche in Sachsen

Frühjahr 2010

Wir wollen nach Siebenlehn, einem kleinen Ort bei Dresden. Dort werden wir zwei Tage bleiben.

Und dann nach Rötha und Großdeuben. Diese Orte liegen südlich von Leipzig. Dort haben wir drei Tage geplant.

Alexandra, meine Freundin, kommt mit. Obwohl eine Generation jünger als ich, ist sie genauso verrückt danach, alles Historische zu erforschen. Sie hat Biologie studiert und sogar schon Knochen aus dem Mittelalter analysiert. Na soweit zurück wollen wir gar nicht.

Uns reicht es schon, wenn wir Spuren von Charlotte und ihrer Familie finden, die hier vor 80 bis 90 Jahren gelebt haben...

 

Hier werde ich im Schützenhaus die Geschichte von „Charlotte in Chicago“ lesen.

Pfarrer Merkel hat alles organisiert.

Siebenlehn in der Nähe von Dresden ist eine kleine Stadt mit 1700 Einwohnern und die Geburtsstadt des Pädagogen Friedrich Wilhelm Putzger. Der nach ihm benannte historische Schulatlas steht zu Hause in unserem Bücherregal...

 

So heißt es in der Einladung:

"Liebe Siebenlehner und Freunde von Siebenlehn,
hiermit lade ich Sie recht herzlich zu meiner Lesung am Montag, den 12.April 2010 um 17 Uhr in den Gasthof Schützenhaus ein!
In meiner Geschichte "Charlotte in Chicago" schreibe ich auch über Siebenlehn und den Kantor Matthes, der in Siebenlehn wirkte. Charlotte ist unsere unbekannte Großmutter aus Sachsen, die nach Chicago auswanderte und deren Leben ich erforscht habe.
Ihr Sohn Walter Baritone, obwohl geboren in Chicago, ist im 2.Weltkrieg im Kampf gegen die Amerikaner gefallen. Sein Name steht auf dem Gedenkstein auf dem Siebenlehner Friedhof.
Wie konnte es dazu kommen?
Das und vieles mehr können Sie in meiner Lesung hören.
Ich freue mich auf Ihr Kommen!
Der Eintritt ist frei!
Um eine Spende für die Orgel in Siebenlehn wird gebeten!"...

 

2.Reise:

Auf ins Großvaterland

1.August 2010

Nun geht es nach Südtirol. Eigentlich waren wir schon einige Male dort.

Aber diesmal ist alles anders...

Diesmal fahren wir ins Großvaterland.

Mein Mann steigt gerne auf die Berge, als hätte er seit seiner Kindheit nichts anderes getan. Dabei kannte er nur die Müggelberge in Ost-Berlin und den Brocken im Harz.

Kein Vergleich gegen die Mutspitze bei Meran. Obwohl mein Mann meint, da rauf zu kraxeln sei noch nicht einmal besonders mutig, ist ja nur 2291 m hoch.

Seine Vorfahren kommen schließlich aus Südtirol. Besser gesagt sein Großvater mütterlicherseits, Johann Perathoner, der 1907 nach Chicago auswanderte und sich dann Hans Baritone nannte...

 

Das Adelsgeschlecht derer von Klebelsberg ist auch bekannt durch Goethes letzte Liebe Ulrike von Lewetzow, die siebzehnjährig den 72 Jahre alten Goethe kennenlernte. Ihre Mutter hatte einen Klebelsberg geheiratet, dessen Schloss Trziblitz in Böhmen Ulrike von Lewetzow erbte. Ob unsere Ururgrossmutter Juliane von Klebelsberg auch gerne Goethes Gedichte gelesen hat, ist nicht überliefert. Aber ihre Enkeltochter Maria Perathoner, Tochter unseres Urgroßvaters Generalmajor Johann Evangelist Perathoner, und Großmutter von Zuzana aus Prag, sang kleine Rollen an der Grazer Oper. Viele der wunderschönen Fotos, die ich bei meinem Besuch bei Zuzana in Prag sehen werde, zeugen davon...

 

11.08.2010

Colfosch im Hotel.

In der ersten Nacht habe ich einen eigenartigen Traum. Das Zimmer ist voller Menschen in der Kleidung vergangener Zeiten. Alle stehen um mein Bett herum. Es ist eine bedrückende Enge. Ich werde gefragt, was ich hier wolle. Sie seien alle Perathoners. Ich beruhige sie. Ich möchte nur ihre Geschichte. Nur die Wahrheit darüber, wie sie gelebt haben. Sie scheinen beruhigt, der Traum kehrt nicht wieder…

 

3.Reise:

Zuzana, ich komme…

Herbst 2010.

Endlich nach Prag!

Aber ohne meinen Mann. Dabei haben wir 1974 unsere Hochzeitsreise nach Prag gemacht. Aber er hat keinen Urlaub und so fahre ich alleine.

Es wird eine wunderschöne Woche mit Zuzana.

Sie meint, bestimmt seien wir beide miteinander verwandt und nicht sie mit meinem Mann.

„Aber das bekommst du auch noch raus!“, sagt sie lächelnd mit ihrem tadellosen Deutsch.

Überhaupt dieser Satz:

Zuzana hat erkannt, wie ich mich mit Akribie an die Sache gemacht habe, alles genauestens zu hinterfragen und immer neue Dinge herauszufinden. Da hat sie recht, so schnell gebe ich nicht auf..

 

4.Reise

Wir fahren in die Ardennen

oder ein toter Soldat und Fragen an das Leben

In den Herbstferien 2010 ist es endlich soweit.

Mein Mann und ich starten zur Belgien-Reise!

Mein Mann wird der erste aus der Familie sein, der das Grab seines Onkels Walter, Sohn von Charlotte und Hans Baritone, besucht.

Erst 2009 hatte ich es auf der Internetseite des Volksbundes gefunden.

Sein Grab ist auf dem deutschen Friedhof in Recogne-Bastogne.

Recogne ist ein kleines Dorf, etwa 6 Kilometer entfernt vom Stadtkern von Bastogne, aber heute eingemeindet.

Walter starb wenige Kilometer Luftlinie entfernt in Arloncourt.

Zu Hause hatte ich bei Google Maps alles gefunden. Sogar der Friedhof in Recogne ist gut zu erkennen. Und ich weiß auch, wie es dort aussieht, seitdem man uns Weihnachten 2009 die Bilder von dort geschickt hat, mit Walters Grab unter einem großen Baum.

Walter Hans Baritone, unser Onkel, wird 1916 in Chicago geboren.

Er stirbt 1945 als deutscher Soldat in den belgischen Ardennen, obwohl er eigentlich staatenlos ist.

Hätte sich seine Mutter Charlotte nicht so gegen die amerikanische Staatsbürgerschaft für ihre Kinder gesträubt, würde er dann auf einem amerikanischen Soldatenfriedhof ruhen und ein Held sein, ein Befreier?

 

Es gibt ein Bild von ihm in Uniform. Eigentlich sieht er so gar nicht militärisch aus. Ein blonder junger Mann mit nachdenklichem Blick. Vielleicht hätte er lieber Orgel in Siebenlehn gespielt als Menschen in einem fremden Land tot zu schießen?

Walters Grab finden wir schnell. Nun können wir selber Blumen niederlegen.

Mein Mann, der als zweiten Namen den von Walter trägt, schreibt in das Gästebuch der kleinen Kapelle:

„Schade, dass ich meinen Onkel nie kennenlernen konnte. Nun habe ich wenigstens sein Grab an würdiger Stelle gefunden!“

Nachdenklich verlassen wir den Friedhof, der mit seinen tausenden Gräbern und den militärisch angeordneten Grabkreuzen so gar nicht in diese Idylle passt. Aber wir sind froh, dass es überhaupt noch ein Grab gibt und ich denke laut darüber nach, warum wir nicht für alle Toten so eine Friedhofskultur haben.

Als wir ins Auto steigen, kommt gerade eine kleine Gruppe amerikanischer Offiziere an, in Uniform, aber in einem Alter, dass sie wohl noch im 2.Weltkrieg Soldat waren. Auch sie besuchen den Friedhof mit den gefallenen deutschen Soldaten...

 

Nun warte ich wieder auf Post.

Und plane die nächsten Reisen…

Übrigens Chicago ist eine sehr interessante Stadt!

 

Aber erst einmal kommt Zuzana aus Prag nach Berlin.

Sie hat ja schließlich hier neue Verwandte!

Und jemand hat mal gesagt, über Adam und Eva seien wir alle miteinander verwandt.

Siehst Du Zuzana, wir finden auch das noch heraus.

Und mein Mann ist mittlerweile ganz verrückt nach Ahnenforschung!

 

Alle Rechte Ingrid Biermann-Volke